Appendektomie

Published on March 8, 2010

Hallo liebe Leser,

selten wende ich mich mit so einer direkten Anrede an euch, aber immerhin bin ich auch schon seit geraumer Zeit ein Update schuldig.
Der Grund für dieses Versäumnis war eine Appendektomie, oder Blinddarmentfernung, wie der Volksmund fälschlicherweise sagt. Am Montag letzte Woche hatte ich bereits seit dem Vormittag starke Bauchschmerzen und habe mich am frühen Nachmittag vorzeitig in den Feierabend verabschiedet. Das Gefühl war jenem ähnlich, als ob sich eine gewaltige Blähung durch die Gedärme wälzt, nur hat der Schmerz bereits im Oberbauch angefangen. In der Nacht auf Dienstag hat er sich in den Unterbauch verlagert.
Nachdem mein Hausarzt am Dienstag keine Ordination hat, bin ich direkt ins Krankenhaus gefahren. Dort hatte man aufgrund der untypischen Schmerzposition (in der Mitte des Unterbauches) eine Appendizitis gar nicht unbedingt im näheren Verdächtigenkreis. Meine Blutwerte wiesen zwar rekordverdächtige Entzündungswerte auf, doch am Ultraschall war nichts zu erkennen. Erst eine Computertomografie bestätigte den Verdacht.
Am Dienstag Abend bin ich operiert worden. Die Operation verlief einwandfrei und die beiden nachfolgenden Tage in stationärer Behandlung im Krankenhaus waren auch ohne Probleme. Mit auf meinem Zimmer war unter anderem ein älterer Herr, Fritz, der sich von einem Blinddarmdurchbruch erholte.
Ein Durchbruch ist mir zwar erspart geblieben, aber sonst ja kaum etwas. So begannen am Freitag Abend, nachdem ich am Morgen entlassen worden war, die ersten Wehwehchen. Offensichtlich war ich schon wieder verschnupft krank. Dank der frischen Operation war und ist immer noch an Husten oder Räuspern nur unter Vorbehalt zu denken. Nießen steht außer Frage.
Am Samstag begann sich die Situation zu verschlimmern und ich war teilweise fiebrig. Erst am Sonntag klangen die Erkältungssymptome langsam wieder ab. Dafür begann die Operationswunde zu schmerzen.
Nicht äußerlich, das wär ja noch einfach gewesen, sondern innen. Einen fingerbreit unter dem mit fünf Stichen genähten Einschnitt konnte ich am Sonntag Abend einen kleinen, schmerzhaften Wulst ausmachen. Heute bin ich wieder ins Krankenhaus gefahren, um mir die Sache ansehen zu lassen. Meine Blutwerte sind OK, aber laut den Ärzten könnte sich an der fraglichen Stelle ein Hämatom gebildet haben, dass nun bei der kleinsten Druckveränderung schmerzt. Im Krankenhaus hab ich dann Fritz getroffen. Er ist der lebende Beweis, dass man auch in seinen 70ern eine Woche nach einem Blinddarmdurchbruch wieder problems herumhüpfen kann. Während ich mir nach einer Woche noch bei jedem Räuspern vor Schmerz den Bauch halten muss, hab ich dann auch noch mit einem Ausschlag von den Klebeverbänden und wieder stärker werdendem Schnupfen zu kämpfen.
Wenn man von den eitrigen Innereien absieht, bin ich also in wesentlich schlechterer Verfassung als noch vor einer Woche. Ich hoffe aber doch, dass sich meine aktuellen Beschwerden unkomplizierter in Luft auflösen, als ein entzundener Wurmfortsatz.


Deadbeat in der Zukunft

Published on February 28, 2010

“Merk dir das”, hat er gesagt. “Die Zukunft ist die Vergangenheit!” Offensichtlich war der junge Mann, den wir nach dem Weg gefragt haben nicht mehr sehr angetan vom Club im Züricher Rotlichtmilieu. Ob selbiges zum Verfall der Zukunft beigetragen hat, weiß ich nicht.
Als ich vor geraumer Zeit einmal in der Zukunft war, konnte ich mich nicht daran erinnern, ob die Schilderungen des jungen Mannes, der sich immer noch köstlich mit seinem Freund über uns amüsierte, der Wahrheit entsprechen konnten, denn damals war die Zukunft die Endstation nach einer langen Lokaltour.

Auch dieses mal war ich nicht mehr ganz bei Sinnen, aber wesentlich aufnahmefähiger. Die Zukunft hat aber auch bestimmt schon mal besser ausgesehen. Die Notwendigkeit insgesamt vier Securities für ein Tanzlokal von nicht einmal 100m² zu engagieren zeugt wohl von einem Klientel, das sich mehr als nur laissez-fair auf die Fahnen geschrieben hat. Obwohl man nichts von irgendwelchem Aggressivitäten gespürt hat, war man doch unter Stammgästen zu finden, also zwischen Leuten, die hier viel Zeit verbringen und sich offensichtlich ziemlich zuhause gefühlt haben.

Deadbeat, den Main-Act des Abends, hat diese Atmosphäre gar nicht gestört und sich fröhlich unter das Partyvolk gemischt. Erst um halb drei am Morgen hat er sich auf die Bühne verirrt, auf der bis zum aktuellen Zeitpunkt keine auch nur annähernd Deadbeat-ähnliche Klänge abgemischt wurden. So hatte es Scott Montieth auch nicht leicht, erst einmal in seinen Rhytmus zu kommen, den er allerdings sehr bald auch wieder verloren hatte.
Die Menge lechzte nach tanzbarem. Fette Bässe, house-lastig, springen und tanzen. Für die anspruchsvoll abgemischten Soundcollagen des Kanadiers hatte hier kaum jemand etwas übrig. Nach einer guten Stunde voll mainstreamlastigen Techno zwischen Electronic, Dubstep und Microhouse war uns klar, dass es heute keine Intelligent dance Music mehr auf die Ohren geben würde.

Deadbeat beherrscht offensichtlich mehrere Genres. Das ist gut für ihn, und gut für die Locations, in denen er auftritt und das passende Rüstzeug mitbringt, aber Freitag Nacht haben zumindest zwei Fans eher enttäuscht den Club verlassen. Deep Minimal ambient experimental click e-dub kreiert eine abstrakte chillout-Soundkulisse die sich nur schwer beschreiben lässt und aber auf jedem Deadbeat-Album wiederzufinden ist. Musik vom Interpreten will ich hören, wenn ich auch sein Konzert gehe, nicht einen abgehalfterten Party-Abklatsch dieser Musik.

Es war nicht schlecht, aber vom bekannten Deadbeat weit entfernt. Sein Konzert ist immer noch das beste, auf dem ich je gewesen bin, allerdings rede ich in dem Fall vom einzigarten Gig in der Wiener fluc_wanne.
Was nach Deadbeat folgte entbehrt jeder Kritik: weibliche electronic-DJs ohne Gespür für die Menge, die glauben, live falsch eingesungene Vocals sind er neueste Scheiss. Liebe Zukunft, damit bist du wirklich auf dem besten Weg in die Vergangenheit.


Cribs

Published on February 26, 2010

Ecuador - Woche 3

Published on February 24, 2010

Die dritte und letzte Woche haben wir wie die erste verbracht. Etwas unkoordiniert und durch das nach und nach immer mehr ins regnerische umschlagende Wetter und die bevorstehende Abreise mit gedämpfter Grundstimmung. Aber vermiesen haben wir uns noch nie etwas lassen und nachdem der Autovermieter den Wagen anstandslos zurückgenommen hat, fiel uns ein Stein vom Herzen, denn an dem Ding hing die größte finanzielle Belastung (Stichwort Pfand).

Auch zwei Zahnarztbesuche konnten unsere Stimmung nicht trüben. Einmal ich, zweimal Doris. Bei mir stand nur eine kleine kosmetische Änderung an (ich hatte einen Spalt im linken Schneidezahn. Reparaturkosten 36 Dollar) aber Doris ließ sich in zwei Einheiten (Dienstag und Donnerstag) gleich ein paar Löcher stopfen und Karies entfernen. Viel hat aber auch sie nicht bezahlt.

Nachdem meine in Mindo eingefangenen Mückenstiche in der Mitte der dritten Woche langsam wieder erträgliche Schwellungsausmaße angenommen haben und meine Schuhe mit keine Schmerzen mehr bereitet haben, sind wir zum einen nach Otavalo gefahren um uns dort mit Souveniren einzudecken und zum anderen sind wir nochmal ordentlich Fortgegangen.
Am Freitag haben wir die Koffer gepackt und bis zum Gewichtslimit mit lauter Kleinzeugs aufgefüllt. Am Samstag mit einem 50-Dollar-Taxi nach Quito zum Flughafen gefahren und 30 Stunden nachdem wir das Haus in Ibarra verlassen haben, endlich in Dornbirn angekommen.

Die Rückreise ist immer die anstrengenste aber auch anstrengende und negative Schlusserinnerungen können die drei vorangegangenen Wochen nicht übertrumpfen und so bleibt mir als Zusammenfassung nur zu sagen: Geil wars. Echt super, da fahr ich wieder hin. Hundertprozentig.

Bis dahin stehen aber noch weitere Spanischlektionen an. Verstanden hab ich zum Schluss großteils den Sinn, zum Mitreden hat mir aber ganz einfach das Vokabular gefehlt. Beim nächsten Mal kann ichs besser, und dann wird der kommende Urlaub nicht nur länger (4 Wochen) sondern auch besser verständlich und überhaupt noch viel besser.

Mir gefällts dort.


Ecuador - Woche 2

Published on February 22, 2010

Für die zweite Woche haben wir uns ein Auto gemietet. Nach langem Hin und Her haben wir uns letztendlich für einen kommerziellen Anbieter entschieden, denn die haben im Preis auch Versicherung und sonstige Annehmlichkeiten wie zum Beispiel mobile Reparaturdienste inkludiert. Die privaten Anbieter wissen auch ungefähr, welche Preise sie erzielen können und so waren deren Angebote meist nur unwesentlich billiger als die kommerziellen Anbieter, nur eben ohne den entscheidenden Vorteil der Versicherung.

So haben wir letztendlich stolze 50 Dollar pro Tag für einen kleinen Chevrolet Vitara (dort unten sind fast alle Autos von Chevrolet) gemietet, bei dem ich beim ersten Aufsperren gleich den Schlüssel abgedreht hatte. Glücklicherweise konnte ich ihn noch aus dem Türschloss ziehen, aber ein Problem hatten wir trotzdem. Nachdem wir 20 Minuten mit dem Taxi auf der Suche nach einem Schlüsseldienst, der am Sonntag offen hatte, durch Ibarra gekurvt sind (für diese Taxifahrt haben wir dann 2 Dollar gezahlt), hatten wir einen kaputten Schlüssel und, wie sich herausstellte, eine nicht perfekte Kopie in der Hand. Nur mit Fingerspitzengefühl konnten wir die Fahrertür öffnen und das Gefährt starten. Das war jedesmal eine Prozedur beim Starten oder Tanken. Die Tankstellen in Ecuador sind prinzipiell alle mit Bedienung und seltsam genug, dass da zwei Touristen herumkurven, musste ich auch noch jedesmal aussteigen und selber die Tanköffnung aufsperren, weil sonst niemand mit dem Schlüssel zurechtkam. Die Tankwarte haben mich alle immer irgendwie komisch angesehen :)

Naja, wir sind am Sonntag mit Andres im Schlepptau nach Süden aufgebrochen. Mitad del Mundo haben wir uns gespart, weil wir zu spät dran waren und anstatt Cotopaxi anzusteuern haben wir in Quito übernachtet. Auch, weil wir zu spät dran waren. Dafür hat uns Andres mit einer Auto-Tour die Quitoer Altstadt bei Nacht gezeigt, die übrigens, sofern die Beleuchtung eingeschalten ist, sehr schön ist.
Mit der Beleuchtung ist es immer so eine Sache, denn die wird manchmal abgeschaltet, wie auch andere Stromfresser, weil zu wenig Strom vorhanden ist. Ein Großteil des Ecuadorianischen Strombedarfs wird über nationale Wasserkraftwerke gedeckt und da die Regenzeit in diesem Jahr äußerst mager ausgefallen ist, muss an Strom gespart werden. Das heißt, dass im Supermarkt mitten am Nachmittag einfach der Strom abgeschalten wird (ausgenommen davon ist die Versorgung für die Kassen), oder eben, dass die Stadtbeleuchtung in der Hauptstadt abgedreht wird.

Am nächsten Tag sind wir dann auf den Cotopaxi gefahren. Richtig, AUF den Cotopaxi. Zwar nicht ganz hinaus, aber immerhin auf 4500 Meter auf den Parkplatz. An dieses, mein erstes richtiges, Offroad-Erlebnis werde ich noch lange zurückdenken, denn der Zustand der Straßen erforderte wahrlich einen Allradantrieb. Gepaart mit dem schnell umschlagenden Wetter (Hagel, Schnee, Regen) wars eine spannende Fahrt nach oben.
Dort oben hatten wir (Doris und ich) lustigerweise keine Problem mit der Höhe. Keine Übelkeit, keine Schwindelgefühle oder Atemlosigkeit. Gröbere körperliche Anstrengungen haben wir zwar beide unterlassen, aber Andres, der eigentlich in Quito wohnt und bis zu 3.000 Höhenmeter gewohnt ist, hatte dort oben kleinere Probleme. Seltsam.

Recht schnell abwärts gings dafür dann auch wieder. Runter vom Cotopaxi und rein in die Tropen. So ähnlich zumindest. Inklusive der Anfahrt von Quito nach Cotopaxi haben wir in einer 11-stündigen Marathon-Fahrt mit dem Auto am späten Abend Mompiche am Strand erreicht. Andres haben wir auf halbem Weg zwischen Cotopaxi und Quito wieder abgesetzt.
Mompiche ist ein kleines Surferdörfchen mit geschätzten 50 Holzhütten und einer großen, unbefestigten Straße. Das Dorf verfügt über keine richtige Stromversorgung und Dieselgeneratoren sind dort für die Hotels obligat, auch wenn unseres (das beste am Platz) den Strom Abends nur bei Bedarf aktiviert hat. Back to basics hieß es da, denn auch Warmwasser war nicht vorhanden. Stranddörfer eben, wie sie so in Ecuador üblich sind.

In Mompiche haben wir drei Tage verbracht und ausgerechnet der letzte Tag war der schönste, aber so läuft es eben immer. Noch schnell einen Mörder Sonnenbrand kassiert und ab ins Auto um in 7 Stunden nach Mindo zu fahren.
In Mindo haben wir das mit Abstand schönste Hotel gehabt. Das El Monte ist wirklich absolut traumhaft, sehr gepflegt, von einem Amerikaner geführt, mit englischsprachigem Personal, mitten im Nebelwald situiert, nur zu Fuß zu erreichen und preislich wie auch qualitativ in einer gehobeneren Kategorie. Liz hat uns dort durch ihre Beziehungen einen billigeren Preis verschafft. Aber auch sonst wären die sonst üblichen 100 Dollar pro Nacht sehr gut angelegt. Wer etwas Geld hat und sich in Ecuador auf Reisen befindet: Das ist ein Pflicht-Zwischenstop!

Mit diesem Highlight haben wir unsere kleine Ecuador-Rundreise abgeschlossen. Nach 7 Tagen gings wieder zurück nach Ibarra und dort gleich weiter in die alte Stammdisco von Doris (Tsunami).


Ecuador - Woche 1

Published on February 19, 2010

Die ersten Tage “daheim” in Ibarra verliefen etwas chaotisch, weil planlos, aber auch genauso relaxt, wies im Urlaub sein sollte. Durch dieses planlose Herumirren haben wir, im Nachhinein betrachtet, einiges an Zeit verloren.

So wollten wir uns etwa ein Auto mieten. In Ecuador ist es dafür durchaus üblich, einfach ein Inserat in die Zeitung zu stellen und dann darauf zu warten, dass jemand anruft, der einem sein Auto für ein paar Tage leiht.
Auf diesem Weg haben wir mindestens 4 Tage damit verbracht uns ein paar Autos anzusehen und dennoch nicht mobil zu sein. Das macht aber in der Stadt nichts, denn Taxis gibt es dort wie Sand am Meer und der Einheitspreis für eine Fahrt in Ibarra (eine Stadt etwa so groß wie Linz) beträgt 1 Dollar. Egal wie weit, egal wie lang, egal wohin. (Ausgenommen natürlich längere Fahrten aus der Stadt hinaus)
Letztendlich haben wir uns dann Mitte der Woche einmal in ein Lokal mit WLAN gesetzt und dort abgecheckt, was wir überhaupt machen wollen. Nachdem wir draufgekommen sind, dass wir viel zu wenig Zeit haben, haben wir uns einen 1-Wochen-Plan zurechtgelegt, den wir dann in der zweiten Woche durchgezogen haben.

Bis dahin haben wir jeden Tag ausgeschlafen und relativ zeitig zu Mittag gegessen, da die kleine Schwester von Doris (Kely) Nachmittags Schule hatte, zuvor aber noch zu Hause zu Mittag gegessen hat. Danach stand in der Regel ein Nachmittagsschläfchen an, irgendwelche Besorgungen (Einkaufen) oder einfach Faulenzen, bzw. auch ein Ausflug nach Chota mit Kely und Andres. Am Abend gemütlich in ein Lokal setzen oder Fortgehen und irgendwie ist gleich eine Woche vorbei, ohne dass man es gemerkt hat.

Wettermäßig waren uns Grenzen gesetzt. Zwar liegt Ecuador (wie der Name schon sagt) direkt am Äquator, das heißt aber nicht, dass dort automatisch tropisches, immer-schönes Klima und Wetter herrscht, sondern ganz im Gegenteil. In den gesamten drei Wochen, in denen ich unten war, hatten wir zwei gezählte Sonnentage. Einen davon haben wir in Yahuarcocha verbracht, den anderen durften wir am Strand verleben.
Aber abgesehen davon war das Wetter meistens bewölkt und durch die Höhenlage (Ibarra liegt auf knapp zweieinhalbtausend Meter) ist man ohne direkte Sonneneinstrahlung schon fast auf lange Hosen angewiesen - zum Sonnen wars auf jeden Fall zu kalt.


Just for the record

Published on February 18, 2010

Neuer Fahrradreifen + Felge vorne, weil der alte total kaputt ist. Beim nachträglichen Durchlesen der Montageanleitung bin ich draufgekommen, dass ich doch einiges falsch gemacht hab. Auch simple Aufgaben können falsch gemacht werden…


Ecuador - Die ersten beiden Tage

Published on February 17, 2010

Bevors in Vergessenheit gerät, will ich einen kleinen Ecuador-Reisebericht verfassen.

Losgegangen ist es am 20.11. Zumindest hat an diesem Tag mein Urlaub begonnen. Letzte Organisationen für die weite Reise standen an und am 21. um 2 Uhr Früh hieß es Aufstehen und nach München zum Flughafen fahren; um 07:00 Ortszeit war Abflug. Dank der 6-stündigen Zeitverschiebung sollte ich am selben Kalendertag um 17:00 Abends in Quito ankommen. Mit ein wenig Verspätung bin ich letztendlich kurz vor Sonnenuntergang am Quitoer Flughafen gelandet.

Quito liegt auf über 2800 Meter, manche Teile wesentlich höher, und für mich “Flachländer” war eine derartige Höhe ein kleines Problem. Zwar hab ich die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und alles andere locker überstanden, aber körperliche Anstrengungen, wie etwa vollbeladen durch den Flughafen laufen um eiligst seine Freundin wieder zu sehen sollte man tunlichst unterlassen; im Taxi zum Hotel bin ich völlig erschöpft und mit starker Übelkeit herumgelegen. Erst im Hotel hab ich mich langsam wieder gefangen.
Dennoch waren alle Anstrengungen mit einer gewissen Vorsicht anzugehen. Es läuft einfach alles etwas langsamer ab.
Wir sind dann noch am selben Abend zu Liz gegangen, bei der ich dann mit Koka-Blättern, Marihuana und sonstigem Zeugs wieder fit gemacht wurde. Hat gewirkt, mir gings danach wunderbar :)

Der “natürliche” Anpassungsprozess hätte vermutliche in paar Stunden länger gedauert aber auch so hatte ich nach einer durchschlafenen (wenn auch, dank Zeitverschiebung, kurzen) Nacht am nächsten Tag keine Probleme mehr. Ich habs zwar auch nicht drauf angelegt, aber schlecht war mir nicht mehr.
Wir sind noch kurz einkaufen gegangen und haben uns dann auf den Weg nach Ibarra gemacht. Zuerst mit dem Taxi zum Bus-Terminal und dann von dort mit dem Bus die etwa 120 Kilometer lange Strecke in selbstmörderischem Tempo über die Panamericana nach Ibarra.
Tickets kauft man dort wie auf einem Marktplatz: Aus ihren kleinen Kabinen schreien die Ticketverkäufer der privaten Buslinien die Destinationen. Man braucht sich nur noch sein Ziel auszusuchen, das Ticket zu lösen und in den Bus zu steigen. Die Fahrtkosten für 2 Personen betrugen übrigens keine 5 Dollar.


The Light II

Published on February 16, 2010

Not a remake of the below picture, but the discovery, that the days are getting longer again. No more driving to the gym in complete darkness, not driving home from work during sunset and already first glimpses of sun when driving to work. Yay!

Also: Lip-synchronized alternative text to StarTrek. I’d file that under complete nonsense.


the Light

Published on February 15, 2010